Der Schulsanitätsdienst ab dem Schuljahr 2007/2008


Ausbildung der Schulsanitäter

Die Idee zur Einrichtung eines Schulsanitätsdienstes an der Stadtschule Biedenkopf entstand durch ein Anreizprogramm der Unfallkasse Hessen für Schulträger und wurde von Frau Kühnert im Rahmen ihrer Referendariatsausbildung aufgegriffen. Der Schulsanitätsdienst soll, wie auch die Unfallkasse selbst darlegt, positive Auswirkungen auf die "Qualität der Notfallversorgung sowie auf die Stärkung von Sozialkompetenz und die Verbesserung des gesamten Schulklimas" haben:

  • Entwicklung eines Klimas der Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme und zur Hilfe
  • Schulsanitäter als Vorbilder und Ansprechpartner für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler
  • Persönlichkeitsentwicklung durch Mitarbeit im Schulsanitätsdienst
  • Erwerb von Handlungskompetenz
  • Sicherstellung einer sachgerechten Ersten Hilfe bei Notfällen und Unfällen
  • Bei Minimalverletzungen Reduzierung der erforderlichen ärztlichen Behandlungen und somit Kosteneinsparung

Für das mit diesem Schuljahr beginnende Projekt "Schulsanitätsdienst an der Stadtschule Biedenkopf" im Rahmen der pädagogischen Mittagsbetreuung wird ein Schulsanitätsraum neu eingerichtet und Schülerinnen und Schüler der Stadtschule werden zu Schulsanitäterinnen und Schulsanitätern ausgebildet.



Ausbildung der Schulsanitäter

Dabei kooperiert die Stadtschule mit dem "Deutschen Rotes Kreuz (DRK)", das ebenfalls seine Schaltstelle vor Ort in Biedenkopf hat. Die Schulsanitätsausbildung begann am Montag, dem 10. September 2007. Generell findet jede Sitzung 90-minütig einmal in der Woche im Rahmen des Nachmittagsangebotes statt. Derzeit lassen sich 15 Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 15 Jahren mit großem Interesse und Engagement zu Schulsanitäterinnen und Schulsanitätern ausbilden.

Zur Schulsanitätsdienstausbildung gehört zunächst ein Erste-Hilfe-Kurs als Voraussetzung für den weiteren Aufbaulehrgang. Bereits nach vier Sitzungen sind die Jugendlichen soweit, bei einem Notfall - angefangen bei Bauchschmerzen bis hin zu einer Verstauchung - "Erste Hilfe" leisten zu können. Dafür wird ein Dienstplan ausgearbeitet, der festlegt, wann welche/r Schülerin/Schüler zum Unfallort gerufen wird und die weiteren Maßnahmen in die Wege leitet.

Nachdem diese insgesamt 16 Unterrichtseinheiten beendet sind, wird weiteres biologisches Hintergrundwissen im Wahlpflichtunterricht der Schule durch eine Biologielehrkraft vermittelt. Um sich das Gelernte aus dem Erste-Hilfe-Kurs immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, findet zusätzlich in einem Abstand von einigen Wochen ein Treffen mit dem DRK statt, wo u. a. bestimmte Griffe, die stabile Seitenlage und allgemein das richtige Verhalten in einer Unfallsituation wiederholt werden.