Aufgaben und Ziele
1. Bindeglied zwischen Grundschule
und weiterführenden Schulen
Bekanntes und Bewährtes wird von
der Grundschule übernommen
und weitergeführt, z.B.
- Arbeiten mit Tages- und Wochenplänen,
- systematische Erarbeitung von Unterrichtsinhalten,
- differenzierte Unterrichtsangebote,
- Klassenlehrer als Bezugsperson mit vielen Stunden in der Klasse,
- Unterricht durch Fachlehrer,
- Unterricht in der Herkunftssprache (Hier: Türkisch).
Die Schüler werden auf die Anforderungen der Klasse 7 der Hauptschule, der Realschule und
des Gymnasiums vorbereitet (Hessisches Schulgesetz). Regelmäßige Koordination zwischen den
Förderstufen in Biedenkopf, Breidenbach, Dautphe und Steffenberg sowie der Lahntalschule.
3. Orientierung auf weitere Schullaufbahn
Höhere Entscheidungssicherheit bei der Wahl der geeigneten weiterführenden Schulform.
Der Unterricht in der Förderstufe
Kernunterricht
Die Fächer werden im Klassenverband unterrichtet. Auf das unterschiedliche Lern- und Arbeitstempo der Schüler wird durch innere Differenzierung eingegangen, z. B. durch Wochenplanarbeit.
Kursunterricht
In Mathematik und Englisch wird nach einem halben Jahr Beobachtung in unterschiedliche Leistungskurse eingestuft:
G-Kurs: Längere Übungszeiten, vermehrte Lernhilfen
E-Kurs: Fundamentum (Pflichtpensum) wird schneller und mit weniger Hilfen erreicht.
Zusätzlich zum Fundamentum werden schwierige Aufgaben selbständig gelöst.
Schüler können in Englisch und Mathematik in unterschiedlichen Kursen sein. Sie können die Kurse je nach Leistung wechseln.
Die E-Kurse werden von Lehrern der Lahntalschule (LTS) unterrichtet. Der Übergang zur LTS wird problemlos angebahnt.
Einstufungen in die Kurse
Nach der halbjährigen Beobachtungszeit gibt die Klassenkonferenz eine Einstufungsempfehlung und berät die Eltern bei der Wahl des Kurses. Wählen die Eltern einen anderen Kurs, besucht das Kind diesen Kurs. Nach einem halben Jahr entscheidet dann die Klassenkonferenz.
Umstufung
Wenn die Leistungen eines Kindes deutlich über oder unter dem Niveau des besuchten Kurses liegen, schlägt die Klassenkonferenz eine Umstufung (Aufstufung oder Abstufung) vor. Widersprechen die Eltern dieser Empfehlung, verbleibt das Kind für ein halbes Jahr in dem besuchten Kurs. Danach entscheidet die Klassenkonferenz.
Förderkurse
Vor einem Wechsel des Kurses erhalten die Kinder Gelegenheit, einen Förderkurs zu besuchen, der entweder auf den Kurs mit höheren Anforderungen vorbereitet oder den fehlenden Unterrichtsstoff aufarbeitet (z.B. bei längerer Krankheit), um eine mögliche Abstufung zu vermeiden. Kurse werden in den Fächern Englisch, Deutsch und Mathematik angeboten.
Um die Förderung zu unterstützen und sowohl die Fachlehrer als auch die Eltern zu entlasten, bieten
wir ab dem Schuljahr 2011/2012 in den Jahrgangsstufen 5 und 6 ein neues Konzept der
Hausaufgabenbetreuung an.
An zwei bis drei Wochentagen (außer freitags) werden die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung
eines Fachlehrers in der 6. Stunde ihre Hausaufgaben erledigen. Diese Maßnahme ist für alle
Schüler verpflichtend.
Die Hausaufgaben dienen der Wiederholung und Vertiefung neuer Unterrichtsstoffe. Durch die Betreuung
durch Fachlehrer, die in diesen Klassen unterrichten, möchten wir die Schülerinnen und Schüler
gezielt fördern und zum selbstständigen Anfertigen der Hausaufgaben anleiten.
Ab dem 25. Januar 2012 bieten wir, in Absprache mit dem Mathematiklehrer, für die Klassen 5 und 6 im
14-tägigen Wechsel einmal in der Woche in der 8. und 9. Stunde einen Förderkurs für Schülerinnen und Schüler
mit Dyskalkulie an.
Französisch in der Klasse 6
Schüler, die nach der Klasse 6 zum Gymnasium wechseln wollen, müssen in Klasse 6 mit der 2. Fremdsprache (Französisch, 4 Stunden) beginnen. Die Wochenstundenanzahl beträgt dann insgesamt 32 Stunden.
Schüler, die kein Französisch wählen, erhalten Angebote im sportlichen oder musischen Bereich. Die Wochenstundenanzahl beträgt dann insgesamt 30 Stunden.
Inhaltliche und organisatorische Schwerpunkte
Klassenbildung
Schüler aus einer Grundschulklasse bleiben in der 5. Klasse zusammen. Ausnahme: die Eltern wünschen selbst einen Wechsel in eine andere Klasse oder Schüler werden aus pädagogischen Gründen getrennt.
Vorbereitende Maßnahmen
Die Schüler besuchen im Juni/Juli ihre zukünftige Schule, nehmen am Unterricht der 5. Klasse teil und lernen ihre/n neue/n Klassenlehrer/in kennen, der/die mit ihnen eine Unterrichtsstunde verbringt.
Die zukünftigen Klassenlehrer und Fachlehrer besuchen im Juni/Juli den Unterricht in der Grundschule und lernen die Schüler in ihrer Grundschulumgebung und ihre Arbeitsweisen kennen.
In einer Koordinationskonferenz im Juni/Juli erhalten die zukünftigen Klassenlehrer Informationen von den abgebenden Klassenlehrern.
Begleitung und Informationsaustausch
Ehemalige Klassenlehrer der Grundschule erhalten die Möglichkeit, sich im Oktober/November in den neuen 5. Klassen über die Entwicklung ihrer Schüler zu informieren.
In einer "Nahtstellenkonferenz" findet nach dem 1. Halbjahreszeugnis im Februar ein Informationsaustausch zwischen Klassenlehrern und Fachlehrern der Klasse 5 und den ehemaligen Klassenlehrern der Klasse 4 statt.
Übergang in die Klasse 7
Ein Informationstag zum Übergang nach Klasse 6 und eine Beratung durch Klassenlehrer bzw. Hauptfachlehrer im Team werden für die Eltern angeboten. Danach teilen die Eltern ihre Entscheidung der Schule mit. Die Klassenkonferenz entscheidet und setzt sich gegebenenfalls noch einmal mit den Eltern in Verbindung.